Knieoperation

Teilprojekt 2 – Schlüssellochtechnik für Knieoperationen unter MRT-Kontrolle

Der minimal-invasive Eingriff am Gelenk wird Arthroskopie genannt. Tatsächlich können geübte Chirurgen trotz der im Gelenk sehr beengten Platzverhältnisse Gelenkoperationen auch mit der Schlüssellochtechnik durchführen. Gerade bei diesen komplizierten und aktiv bewegten anatomischen Strukturen ist es von entscheidendem Vorteil, das unvermeidliche operative Trauma so gering wie möglich zu halten. Denn nur so kann sicher gestellt werden, dass das Gelenk frühzeitig wieder seiner Funktion nachkommen kann. Ähnlich wie die MRT die bildgestützte Gelenkdiagnostik revolutioniert hat, so soll sie nun im intraoperativen Einsatz eine verbesserte chirurgische Rekonstruktion von geschädigten Gelenken ermöglichen. Die Umsetzung der klinischen Methodik wird in einem ersten Schritt anhand der chirurgischen Wiederherstellung des nach Kniescheibenverrenkung gerissenen Knieinnenbandes erfolgen.

Teilprojekt 2

(a) Verrenkung der Kniescheibe aus dem Gleitlager des Kniegelenkes (gerissenes Band roter Pfeil) (b) Wiederherstellung der exakten Führung der Kniescheibe im Gleitlager nach Bandrekonstruktion (rekonstruiertes Band grüner Pfeil). (c) Arthroskopie unter MRT-Kontrolle.

Die Kontrolle des Operationsergebnisses erfolgte bisher arthroskopisch und per klinischer Untersuchung durch den Operateur. Durch die intraoperative MRT-Kontrolle können nun mit direkter Innenansicht das Operationsergebnis sofort beurteilt und gegebenenfalls auch notwendige Korrekturen vorgenommen werden. Die intraoperative MRT kann somit die Sicherheit der Operation und des Operationsergebnisses erhöhen.

Instrumentarium:

  • MR-taugliches Kamerasystem HDC905 der Firma World of Medicine AG (W.O.M.)
  • MR-taugliches Arthroskop ARTHROLUX-Telescope 30° der Firma MGB Endoskopische Geräte GmbH Berlin (MGB)
  • W.O.M.-Video-Kameralinse (Adapter) der Firma MGB