Tumortherapie mit Ballonkatheter

Teilprojekt 3 – MRT gesteuerte lokale Tumortherapie mittels beschichtetem Ballonkatheter

Ist bei einem Patienten, der an einem Tumor leidet, eine Operation nicht durchführbar, können radiologisch-interventionelle Verfahren angewendet werden. Hiermit ist die Bild gesteuerte, minimal-invasive Platzierung von Kathetern im Körperinneren gemeint. Über Katheter lassen sich zur lokalen Behandlung beispielsweise Laserlicht- oder Strahlenquellen in eine beliebige Körperregion einbringen.

Bei der lokalen chemotherapeutischen Therapie von Arterienverengungen handelt es sich um ein neuartiges, nachhaltiges Verfahren, das an der Charité entwickelt wurde. Ein aufwändig mit Medikamenten beschichteter und gefalteter Miniballon wird zur erkrankten Gefäßregion vorgeschoben und geöffnet. Dadurch kommt es zu einer hochkonzentrierten Freigabe des Medikaments im erkrankten Gewebe bei gleichzeitig geringerem Risiko von unerwünschten Nebenwirkungen.

In diesem Teilprojekt soll die Ballonkatheter-Platzierung in Lebertumoren unter MRT-Kontrolle klinisch etabliert werden. Die größte technische Herausforderung stellt die exakte Lokalisierbarkeit des Katheters in der MRT dar. Es wird an einer hochintegrierten, interaktiven Lösung geforscht, welche auch für die Anwendung in anderen Instrumenten geeignet ist.

Teilprojekt 3

Integration eines MRT-Bilddatensatzes einer Leber in eine 3D-Simulation des Ballonkatheters.