Vertebroplastie

Teilprojekt 4 – Zementierung von Wirbelbrüchen unter MRT-Kontrolle

Minimal-invasive Operationstechniken haben in jüngster Zeit auch in der Wirbelsäulenchirurgie zunehmendes Interesse und verbreitet Anwendung gefunden. Bei der sogenannten Vertebroplastie wird der eingebrochene Wirbelkörper mit speziellem Knochenzement wieder aufgebaut. Der Zement wird minimal-invasiv über eine Nadel in den Wirbelkörper eingefüllt.

Die Durchführbarkeit der Methodik unter MRT-Kontrolle in der klinischen Routine ist noch nicht etabliert. Eine Hürde bildet das bisher verfügbare minimal-invasive Instrumentarium, das aufgrund seiner magnetischen Eigenschaften für die Anwendung in der MRT ungeeignet ist. Im Rahmen dieses Teilprojektes wird an neuen, geeigneten Legierungen geforscht. Diese benätigen einerseits eine ausreichende Stabilität, jedoch andererseits auch eine genügende Elastizität. Darüber hinaus müssen sie auch noch die gewünschten bildgebenden Eigenschaften in der MRT aufweisen. Ein weiteres Problem stellt der bisher verfügbare, eigentlich für die Röntgenkontrolle optimierte Knochenzement dar. Dieser ist in der MRT nicht klar von allen Umgebungsstrukturen abgrenzbar. Daher wird an einem Zement gearbeitet, der die erforderlichen chemischen und physikalischen Eigenschaften mitbringt. Ein wichtiger Punkt ist zudem, die für Wirbelsäuleneingriffe geeignetste Lagerung der Patienten im MRT-System herauszufinden. Diese wird klinisch durch systematische Eingriffssimulationen erarbeitet.

Teilprojekt 4

Illustration einer Aufrichtung eines eingebrochenen Wirbels mittels minimal-invasiver Zementeinbringung

Videosammlung

Zement in WK Phantom Zement in Tibia