Teilprojekt 5 – Perkutane transhepatische Cholangiographie- und Drainage in der offenen Hochfeld-MRT
Die endoskopische Behandlung von Gallenwegsleiden mit Hilfe von dünnen Kathetern unter Röntgenkontrolle war ein Meilenstein der minimal-invasiven internistischen Behandlung. So können z.B. Gallensteine nicht operativ in einem ambulanten Behandlungsgang entfernt werden. Bei fehlendem Zugang über den Magen zum Zwölfingerdarm kann alternativ ebenfalls unter Röntgenkontrolle mit Nadeln über die Haut durch die Leber in die Gallenwege eingegangen werden.
In diesem Teilprojekt ist zunächst die Etablierung des Zugangs über die Bauchhaut zu den Gallenwegen geplant. In einem ersten Schritt muss die technische Handhabbarkeit der Punktionsinstrumente unter MRT-Kontrolle studiert werden. Es wird zunächst mit Kunststoffmodellen, sogenannten Phantomen gearbeitet. Das im Teilprojekt 5 entwickelte Phantom weist eine beträchtliche Komplexität auf und simuliert die Gallenwege und Blutgefäße in einer Gelmatrix, welche hinsichtlich ihrer Konsistenz dem Lebergewebe vergleichbar ist. In einem zweiten Schritt wird die Methodik im Tierversuch erprobt und darüber hinaus auch auf das bereits zur Verfügung stehende MRT-taugliche Endoskop erweitert.
